Starkregen im Bezirk: Feuerwehren im Dauereinsatz

Unwetterfront entlud sich mit voller Wucht: Die Unwetter-Einsatzbilanz für Niederösterreich vom 3./4. Juni 2024 betrug gemäß NÖ Landesfeuerwehrverband gesamt 411 Einsätze, welche in Summe durch eingesetzte Feuerwehren geleistet wurden.  

Wolkersdorf und Umgebung: Heftige Regenfälle am gestrigen Abend führten zu einem Großeinsatz der Feuerwehren im Bezirk. Innerhalb kurzer Zeit fielen am Montag Nachmittag starke Niederschläge, die für zahlreiche Überschwemmungen und Schäden sorgten. Im Bezirk Mistelbach verzeichnete die Einsatzleitstelle seit Montagabend, dem 3. Juni, über 40 Einsätze. Zur Spitzenzeit standen rund um Unterolberndorf 11 Feuerwehren mit rund 140 Mitgliedern im Einsatz. Die Auspumparbeiten und das Ausräumen der Keller dauern bis jetzt an.

Hochwasser und Straßenschäden: Die Folgen des Unwetters waren schnell spürbar: Wassermassen ergossen sich in Straßen und Keller, Kanaldeckel wurden hochgedrückt und Schlammlawinen ergossen sich. Die Feuerwehr Wolkersdorf war bereits um Montag 17.30 Uhr mit einem Einsatz auf der A5, bei dem ein verunfalltes Elektroauto gesichert werden musste, stark gefordert. 

Schnelles Eingreifen der Einsatzkräfte: Sofort nach dem Eintreffen der ersten Einsatzkräfte wurden die betroffenen Bereiche gesperrt und mit der Beseitigung der Schäden begonnen. Straßen wurden von Schlamm und Geröll befreit, Kanaldeckel wieder eingesetzt und Überflutungen gepumpt. 

Unterstützung aus allen Richtungen: Unterstützung erhielt die Feuerwehr Wolkersdorf von Rüstlösch Wolkersdorf und einem Telelader mit Kehrmaschinenaufsatz. Parallel dazu wurden Einsätze in der Hauptstraße und der Industriestraße abgearbeitet. Dort standen ein Schacht und ein Vereinsgebäude unter Wasser. 

Evakuierungen und Pumparbeiten: Die Feuerwehr Hochleithen entsandte nach einem Autobahneinsatz einen Sonderpumpenanhänger zur Unterstützung nach Oberkreuzstetten. Tragisches Schicksal traf die Reithalle in Unterolberndorf, die komplett unter Wasser stand. Ein Schutzwall aus zahllosen Sandsäcken wurde den umliegenden Feuerwehren bis Mitternacht errichtet, um bestmöglichen Schutz zu bieten. Noch Stunden nach dem Unwetter blieben die Pegelstände hoch und bedrohten die Häuser. 

Großpumpen im Einsatz: In den frühen Morgenstunden wurde die Großpumpe SPA 200 (stationiert in Wildendürnbach) zum Einsatz nach Zwentendorf gebracht. Dort kam es durch das Übertreten eines Baches zu einer Überflutung eines Gartens und des Kellers eines Einfamilienhauses. Am späteren Nachmittag traf eine zweite Großpumpe - SPA 900, stationiert in Laa - am Einsatzort ein, um die Auspumparbeiten zu unterstützen. 

Kritische Situation im Kreuttal: Besonders dramatisch war die Situation im Kreuttal, wo die starken Regenfälle massive Überschwemmungen in Ober- und Niederkreuzstetten verursachten. Der Rußbach erreichte einen bedrohlichen Pegelstand und führte in Unterolberndorf zu weiteren Überflutungen. 

Fazit: Der Starkregen am gestrigen Abend stellte die Feuerwehren im Bezirk vor große Herausforderungen. Dank des schnellen und koordinierten Einsatzes der Einsatzkräfte konnten Schlimmeres verhindert werden. 

FOTOS: FF Unterolberndorf, FF Laa, FF Wildendürnbach, 

 

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